Abiturvorbereitung bei Prüfungsangst, Leistungsdruck und dem Wunsch, niemanden zu enttäuschen
- Gesine van Acker
- 25. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Die Abiturphase ist für viele Jugendliche eine der emotional anspruchsvollsten Zeiten ihrer Schulzeit.Neben dem Lernstoff wachsen Druck, Selbstzweifel und Ängste – oft verdrängt im Hintergrund, dann manchmal unüberhörbar laut. Wenn der Kopf nicht frei ist, kann man nicht lernen. Daher kommen viele Abiturientinnen mit dem Gefühl zu mir:„Ich weiß eigentlich, dass ich lernen müsste. Aber innerlich komme ich einfach nicht voran.“
Dabei geht es selten nur um Motivation oder Lerntechnik. Häufig spielen Prüfungsangst, hohe Erwartungen von außen und ein starkes Bedürfnis, niemanden zu enttäuschen, eine zentrale Rolle.
Wenn Abiturvorbereitung mehr ist als Lernen
Kurz vor dem Abitur verdichten sich viele Ebenen gleichzeitig:
Leistungsanforderungen durch Schule und Lehrer
Erwartungen der Eltern
eigener Anspruch, „es richtig zu machen“
Unsicherheit darüber, wie es nach dem Abitur weitergehen soll
Das Lernen fühlt sich dann nicht mehr wie ein Schritt in die eigene Zukunft an, sondern wie ein ständiges Abarbeiten von Pflichten.
Typische Gedanken sind:
„Ich darf jetzt keinen Fehler machen.“
„Alle erwarten, dass ich das schaffe.“
„Ich weiß gar nicht, wofür ich das eigentlich mache.“
Diese innere Spannung kann dazu führen, dass Lernen blockiert – selbst bei eigentlich leistungsfähigen Abiturientinnen.
Prüfungsangst im Abitur: mehr als Nervosität
Prüfungsangst zeigt sich nicht immer als klassische Angst vor der Prüfungssituation.Oft äußert sie sich subtiler:
ständiges Aufschieben
Konzentrationsprobleme
Grübeln statt Lernen
das Gefühl, nie genug getan zu haben
körperliche Unruhe oder Erschöpfung
Viele Betroffene haben bereits gelernt, viel zu leisten. Gerade deshalb fällt es ihnen schwer, sich einzugestehen, dass Angst eine Rolle spielt.
Im Lerncoaching zeigt sich häufig:Die Angst richtet sich weniger auf die Prüfung selbst – sondern auf das mögliche Versagen vor anderen.
People-Pleasing: Wenn Leistung zur Anpassungsstrategie wird
Ein Muster, das bei vielen Abiturientinnen eine große Rolle spielt, ist sogenanntes People-Pleasing. Damit ist gemeint, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, um Erwartungen zu erfüllen.
Im Abitur bedeutet das oft:
funktionieren
durchhalten
keine Schwäche zeigen
Erwartungen von Lehrkräften und Eltern erfüllen
Nach außen wirkt alles stabil.Innerlich fehlt jedoch häufig der Kontakt zu den eigenen Wünschen, Zielen und Grenzen.
Das Lernen wird zur Belastung, nicht weil es zu viel ist – sondern weil es sich nicht mehr sinnhaft anfühlt.
„Ich weiß gar nicht, was nach dem Abi kommen soll“
Ein zentraler, oft unterschätzter Stressfaktor in der Abiturvorbereitung ist fehlende Orientierung.
Viele Abiturientinnen haben:
kein klares berufliches Ziel
Angst, sich falsch zu entscheiden
das Gefühl, sofort „wissen zu müssen“, wie ihr Leben weitergeht
Diese Unsicherheit verstärkt die Prüfungsangst enorm.Denn wenn das Abitur als einzige Eintrittskarte in eine unklare Zukunft erlebt wird, bekommt jede Note ein übergroßes Gewicht.
Ein Perspektivwechsel: Ziele klären statt nur durchhalten
In der Begleitung arbeite ich deshalb nicht nur mit Lernplänen oder Prüfungsstrategien, sondern auch mit Ziel- und Zukunftsfragen.
Gemeinsam schauen wir:
Welche Interessen gibt es?
Welche Werte sind wichtig?
Welche realistischen Wege sind nach dem Abitur möglich?
Allein das Sortieren dieser Fragen kann enorm entlastend sein.Denn plötzlich geht es nicht mehr darum, „alles richtig zu machen“, sondern darum, einen nächsten Schritt zu finden, der zum eigenen Leben passt.
Warum ein Plan B Ängste reduziert
Ein besonders wirksames Element im Coaching ist das bewusste Entwickeln eines Plan B.
Nicht als Zeichen von Unsicherheit, sondern als innere Absicherung:
Was wäre, wenn das Abitur nicht so läuft wie erhofft?
Welche Alternativen gäbe es trotzdem?
Welche Wege bleiben offen?
Für viele Abiturientinnen ist das ein entscheidender Wendepunkt.Die Angst verliert ihre Absolutheit.Das Abitur wird wieder zu einem wichtigen, aber nicht alles entscheidenden Abschnitt.
Wenn innere Sicherheit wächst, wird Lernen leichter
Mit zunehmender Klarheit über die eigene Richtung verändert sich oft auch das Lernen:
Motivation wird stabiler
Lernzeiten werden realistischer
der Umgang mit Fehlern wird freundlicher
Nicht, weil der Druck komplett verschwindet – sondern weil er tragbarer wird.
Abiturientinnen berichten häufig, dass sie sich wieder handlungsfähig fühlen, statt permanent unter innerer Anspannung zu stehen.
Abiturvorbereitung ganzheitlich denken
Eine wirksame Abiturvorbereitung berücksichtigt mehr als:
Lernstoff
Zeitmanagement
Prüfungstechniken

Auch wenn viele es denken: das Abitur bekommt man nicht geschenkt, es zeigt, dass man sich fokussieren kann. Dabei helfen Lerntechniken, Zeitmanagement und Lernorganisation ungemein.
Sie bezieht auch mit ein:
Selbstwert
Umgang mit Angst
Erwartungen von außen
innere Orientierung
Gerade sensible, leistungsbereite junge Frauen profitieren davon, wenn Lernen nicht isoliert betrachtet wird, sondern im Zusammenhang mit ihrer persönlichen Situation.
Wenn du merkst, dass dich Lernblockaden, Prüfungsangst oder starker innerer Druck in der Abiturphase belasten, kann eine individuelle Begleitung entlastend sein.
In meiner Abiturvorbereitung verbinde ich Lerncoaching, Arbeit an Prüfungsangst und klare Zukunftsperspektiven – ruhig, wertschätzend und ohne zusätzlichen Druck.
👉 Wenn du herausfinden möchtest, ob diese Form der Unterstützung für dich passend ist, kannst du dich gern für ein unverbindliches Erstgespräch melden.
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